5 | 2. Nähe & Vertrauen trotz Scham

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Würde bewahren – auch wenn es unangenehm wird

Chronische Wunden betreffen oft intime Körperbereiche.
Geruch, Aussehen oder Unsicherheit können zu Scham und Rückzug führen.
Gerade jetzt ist ein achtsamer, würdevoller Umgang besonders wichtig.

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Was Vertrauen stärkt:

offen sprechen, ohne zu bewerten „Was ist dir unangenehm?“

klare Rollen: wer hilft – und wann?

möglichst viel Selbstständigkeit lassen

Intimbereich schützen: Sichtschutz, ruhiger Ton, nur das Nötigste entkleiden

regelmäßig versichern: „Du brauchst dich nicht zu schämen.“

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Was helfen kann, wenn Nähe schwierig wird:

Wundversorgung mit festem, klaren Ablauf gestalten

Decke oder Tuch als Sichtschutz nutzen

mit Blickkontakt oder Berührung beruhigen

andere Bezugsperson einbinden, wenn es zu belastend ist

professionelle Hilfe nutzen: Wundexperten, ambulanter Pflegedienst

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Beispiel aus dem Alltag:

Frau Berger wird von ihrem Sohn gepflegt. Die Wunde befindet sich am Oberschenkel – das war beiden anfangs unangenehm.
Heute nutzen sie eine Sichtschutz-Decke und erklären jeden Schritt leise. Die Stimmung ist ruhig – das Vertrauen wird stärker.