5 | 1. Belastung für Angehörige erkennen

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Mittragen – aber nicht daran zerbrechen

Inkontinenz belastet nicht nur Betroffene – sondern auch Angehörige und Pflegende.
Waschen, Wechseln, Geruch, Scham – das alles kann im Alltag emotional und körperlich sehr herausfordernd sein.
Wichtig ist: Wer hilft, darf auch für sich

Typische Belastungen erkennen:

Ekelgefühle oder Erschöpfung – nicht ungewöhnlich

Tabus & Sprachlosigkeit – „Wie soll ich das ansprechen?“

Überforderung durch Dauerpflege

Verlust der Rollenverteilung – z. B. als Kind, Partner:in

eigene Scham oder Schuldgefühl

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Erste Hilfe für Helfende:

sich eingestehen: „Das ist nicht einfach.“

Aufgaben aufteilen, Hilfe annehmen

nicht alles mit sich allein ausmachen – reden hilft

überlegen: Pflegedienst für Intimpflege dazuholen?

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Beispiel aus dem Alltag:

Herr Römer pflegte seine Frau – bis er nicht mehr schlafen konnte.
Ein Gespräch mit der Pflegeberatung half ihm, einen Dienst für die Morgenpflege zu organisieren. Jetzt kann er wieder Kraft schöpfen