3 | 3. Nähe wahren bei Pflege und Intimsituation
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Würde bewahren – auch wenn es unangenehm wird
Pflege bei Inkontinenz bedeutet oft: Berührung, Geruch, Entblößung. Für Betroffene kann das sehr beschämend sein – auch, wenn es „nur“ um einen kurzen Produktwechsel geht.
Wichtig ist, dass Nähe nicht zur Belastung wird – sondern als respektvoll, ruhig und sicher erlebt wird.
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Was hilft, damit sich niemand schämt:
Anklopfen, erklären, abdecken – so viel Privatsphäre wie möglich
Abläufe vorher ankündigen („Ich helfe dir jetzt beim Wechsel…“)
Blickkontakt & ruhiger Ton – gibt Halt und Orientierung
keine Eile, kein Spott, keine Überforderung
bei Angehörigenpflege: ggf. Hilfe durch Dritte in Erwägung ziehen
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Nähe – mit Gefühl:
Signale ernst nehmen („Ich will das nicht“, „Mach’s schnell“)
Selbst entscheiden lassen, wo möglich (Produkt, Zeit, Kleidung)
mit Liebe begleiten – nicht mit Mitleid oder Zwang
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Beispiel aus dem Alltag:
Frau Kramer mag es nicht, von ihrer Tochter gepflegt zu werden. Als der Pflegedienst die Aufgaben übernimmt, beruhigt sich alles.
Die Tochter bleibt an ihrer Seite – jedoch als Tochter, nicht als Pflegerin.
