7 | 1. Pflege fordert und Pausen schützen

Wer viel gibt – muss sich selbst bewahren

Pflege bedeutet Verantwortung, Nähe – und oft ein hohes Maß an Belastung.
Viele Pflegende geben täglich alles: für ihre Angehörigen, Nachbarn oder Freund:innen.
Doch dauerhaft gut pflegen kann nur, wer sich selbst nicht vergisst.

Warnzeichen für Überforderung:

ständige Erschöpfung, Schlafprobleme

Gereiztheit, Rückzug, Schuldgefühle

körperliche Beschwerden (z. B. Rücken, Kopf, Magen)

das Gefühl: „Ich darf keine Pause machen“

Pausen sind kein Luxus – sie sind notwendig.

So gelingen kleine Auszeiten im Alltag:

feste Zeiten eintragen (z. B. täglich 15 Minuten nach dem Mittagessen)

kleine Rituale: Kaffee, Musik, Natur, Atemübungen

Entlastung einplanen: mit Hilfe von Familie, Nachbarn, Pflegedienst

sich erlauben: Pause machen ist ein Akt der Fürsorge – auch für sich selbst

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Beispiel aus dem Alltag:

Herr Baum nutzt jeden Dienstag, wenn der Pflegedienst kommt, für sich: Spaziergang, Freund treffen, Musik hören.
Diese Zeit trägt ihn durch die Woche.