6 | 5. Schmerzen erkennen
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Schmerz hat viele Gesichter – besonders in der Pflege
Viele pflegebedürftige Menschen können nicht mehr klar sagen, dass sie Schmerzen haben.
Sie schweigen aus Scham, haben Demenz oder glauben: „Ich muss das aushalten.“
Doch unerkannter Schmerz führt zu Rückzug, Unruhe und kann Depression oder Aggressivität verstärken.
Umso wichtiger ist es, dass Sie als Angehörige:r oder Pflegende:r die Signale deuten können.
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Woran Sie Schmerzen erkennen können:
verändertes Verhalten: Rückzug, Apathie, Gereiztheit
ständiges Herumrutschen, angespannte Körperhaltung
Stöhnen, Zähne zusammenbeißen, Vermeidung von Bewegung
Weinen, Schreckhaftigkeit, Verweigerung von Pflege
Ablehnung bestimmter Körperbereiche bei der Pflege
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Was Sie tun können:
Nachfragen: „Ist da etwas unangenehm?“ – auch wenn keine klare Antwort kommt
Körpersprache beobachten – besonders bei Berührung
Schmerzskalen oder Schmerz-Tagebuch nutzen
Bei Unsicherheit: Arzt einbeziehen, medikamentöse Behandlung besprechen
Auch an seelische Schmerzen denken (Einsamkeit, Trauer, Überforderung)
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Beispiel aus dem Alltag:
Frau Lutz wirkt plötzlich still und zieht sich zurück. Beim Waschen zuckt sie zusammen, wenn man den Rücken berührt. Ihre Enkelin fragt sanft nach. Der Arzt stellt eine verspannte Rückenmuskulatur fest – verursacht durch eine zu tiefe
Matratze. Nach dem Wechsel geht es Frau Lutz spürbar besser.
