6 | 4. Thrombose verhindern
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Wenn das Blut „stehen bleibt“ – wird’s gefährlich
Bei PflegebedĂĽrftigen, die viel sitzen oder liegen, wird der Blutfluss in den Beinen langsamer.
Dadurch können sich Blutgerinnsel (Thrombosen) bilden – meist unbemerkt.
Wird ein Gerinnsel gelöst, kann es zu einer Lungenembolie führen – das ist lebensgefährlich.
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Typische Warnzeichen fĂĽr Thrombose:
Ein Bein ist wärmer, dicker, rötlicher als das andere
Druck- oder SpannungsgefĂĽhl in der Wade
Schmerzen beim Auftreten oder Strecken
glänzende oder gespannte Haut
Schon bei einem dieser Anzeichen ärztlich abklären lassen!
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So können Sie vorbeugen:
Füße kreisen, Zehen wackeln, Beine leicht heben – mehrmals täglich
Beine regelmäßig hochlagern – auf Kissen oder Fußstütze
KompressionsstrĂĽmpfe tragen (nach Verordnung)
Kurze Mobilisation: zur Toilette, ans Fenster, in die KĂĽche
Ausreichend trinken – das hält das Blut flüssiger
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Beispiel aus dem Alltag:
Herr Jahn ist nach einem Schlaganfall bettlägerig. Seine Tochter hilft ihm täglich beim Kreisen der Füße und Anziehen der Kompressionsstrümpfe.
Sie lagert die Beine auf ein Kissen, macht mit ihm „Fußwippen“ beim Zähneputzen.
Sein Arzt lobt die gute Durchblutung – keine Thromboseanzeichen bisher.
